Winter 2015

Religion

Das Gesetz, die Propheten und die Schriften, Teil 11

Das Gelobte Land vor Augen

David Hulme

40 Jahre waren vergangen, seit die Kinder Israel als ein ganzes Volk freigelassener Sklaven aus Ägypten ausgezogen waren. Der Unglaube vieler Israeliten während ihrer Wanderung durch die Wüste der Halbinsel Sinai hatte zur Folge, dass die meisten Erwachsenen der Exodusgeneration das Gelobte Land nicht erreichten. 

Das letzte Buch des Gesetzes – der Thora – wird auf Deutsch als 5. Buch Mose oder Deuteronomium bezeichnet. Es bildet die Brücke zwischen den ersten vier Büchern Mose und den früheren Propheten (Josua, Richter, Samuel, Könige), welche die frühe Geschichte der Kinder Israel nach dem Einzug in das Land abdecken. 

Der Titel Deuteronomium (zweites Gesetz) geht auf einen Fehler griechischer Übersetzer zurück. Sie verstanden die Anweisung, künftige Könige Israels sollten „eine Abschrift dieses Gesetzes“ anfertigen lassen (5. Mose 17, 18), in dem Sinn, das Gesetz solle „wiederholt“ werden, und benannten das Buch dementsprechend. Tatsächlich wiederholt es viele Aspekte des Gesetzes, die schon in Exodus, Levitikus und Numeri (2., 3. und 4. Buch Mose) zu finden sind. Zwar ist die Wiederholung nicht genau – angesichts der zu erwartenden Anwendung des Gesetzes in dem neuen Land wurde viel hinzugefügt –, doch die Basis der Gesetzessammlung, die Zehn Gebote, ist praktisch identisch. Der hebräische Titel des Buches Dewarim („Worte“, nach dem Eröffnungsvers) hebt Moses Rolle als Übermittler von Gottes Gesetz hervor.

Die Hauptthemen des Deuteronomiums sind die mehrfache Erinnerung an die Versklavung der Israeliten in Ägypten und die Wunder ihres Exodus; die Forderung, ihrer göttlichen Berufung als beispielhaftes, Jahwe gehorsames Volk treu zu sein; die Ablehnung aller anderen Kulte; die kommende Erfüllung der Verheißung, dass sie ein Land der Fülle besitzen würden; und die bleibende Verpflichtung, ihre Kinder in der Lebensweise und den Gesetzen Gottes zu unterweisen.

Der Aufbau des Buches lässt sich als achsensymmetrische Struktur mit sieben Teilen verstehen (s. „Die Struktur des Deuteronomiums“). Innerhalb dieser Struktur öffnet und schließt Mose das Buch mit Ausführungen über die Vergangenheit (Kapitel 1-3) und die Zukunft (31-34). Zur Mitte hin folgen zwei Reden prophetischer Natur (4 und 30) sowie zwei Beschreibungen eines Bundes mit Jahwe – zuerst am Berg Horeb oder Sinai (5-11) und dann in Moab (27-29). Der Mittelteil des Buches ist einer ausführlichen Erörterung der Gesetzessammlung und ihrer Anwendung in dem neuen Land gewidmet. 

WAS MOSE DEM VOLK ISRAEL ZU SAGEN HATTE 

Mose erinnerte die Israeliten daran, dass ihre Vorfahren schon rund 40 Jahre früher kurz davor gewesen waren, in das Land einzuziehen, und betonte, dass ihre Rebellion gegen Gottes Befehl, voll Vertrauen voranzugehen, ein schier endloses Umherwandern in der Wüste nach sich gezogen hatte. Dieser entbehrungsreiche Weg wäre nicht nötig gewesen, wenn sie nur gehorcht hätten und voll Gottvertrauen den beiden einzigen der zwölf Kundschafter gefolgt wären, die mit guten Nachrichten von ihrer Erkundung zurückgekommen waren (5. Mose 1, 19-46; s. auch 4. Mose 13-14 und Hebräer 4, 2, 6). 

Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen.“

Deuteronomium 8, 7

Als die Zeit gekommen war, das Land einzunehmen, hatte Gott sie zum Sieg über zwei Könige und ihre Völker an der Ostseite des Toten Meeres und des Jordan geführt (5. Mose 2, 26-33; 3, 1-7) und deren Land den Oberhäuptern von drei Stämmen Israels gegeben: Ruben, Gad und Manasse (3, 12-17). 

Mose selbst war es nicht beschieden, den Jordan zu überqueren und in das Land einzuziehen. Stattdessen führte dann sein Helfer Josua das Volk an. Diese Änderung beschloss Gott wegen Moses vermessener Worte, er – und nicht Gott – würde durch ein Wunder Wasser für das dürstende Volk aus dem Felsen quellen lassen (3, 23-29; 4. Mose 20, 10-13). 

Dann erklärte Mose die Beziehung zwischen Jahwe und Israel, insbesondere die zentrale Bedeutung seines Gesetzes, das in den Geboten und Vorschriften zum Ausdruck kam. Wenn die Israeliten das Gesetz in dem neuen Land hielten, würden andere sagen: „Was für weise und verständige Leute sind das, ein herrliches Volk!“ (5. Mose 4, 6). Für den Fall, dass sie aber ungehorsam wären, prophezeite Mose ihnen große Not. Sie sollten sich daran erinnern, wie Gott ihnen am Berg Sinai sein Gesetz gegeben hatte, und sie sollten seine Prinzipien von einer Generation zur nächsten an ihre Kinder weitergeben (4, 9-14). 

Im Deuteronomium treibt nichts Mose mehr an als die Notwendigkeit, die Unfähigkeit der Israeliten zu der Einsicht zu überwinden, dass Gott ihnen alles geben kann, was sie brauchen.“

Jeffrey H. Tigay, The JPS Torah Commentary: Deuteronomy

Verfielen sie aber in Götzendienst und beteten andere Götter an, so würden sie alles verlieren: „So rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen über euch, dass ihr bald weggerafft werdet aus dem Lande, in das ihr geht über den Jordan, um es einzunehmen. Ihr werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden. Und der HERR wird euch zerstreuen unter die Völker, und es wird von euch nur eine geringe Zahl übrig bleiben unter den Heiden, zu denen euch der HERR wegführen wird. Dort wirst du dienen den Götzen, die das Werk von Menschenhänden sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch essen noch riechen können“ (4, 26-28). Doch wenn ein solches Schicksal sie ereilte, sollten sie noch immer die Möglichkeit haben, Gott zu suchen und zu bereuen; dann würde er sie retten. Das würde er wegen des Bundes tun, den er mit ihren Vorvätern Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hatte (4, 29-31).

DER BUND VOM SINAI WIRD ERWEITERT  

In Kapitel 5 werden die Zehn Gebote, die Mose auf dem Berg Sinai empfangen hatte (s. 2. Mose 20), fast wörtlich wiederholt; der Hauptunterschied ist die Betonung des Entkommens aus Ägypten (s. „Die Zehn Gebote im Vergleich“). Durch die Wiederholung des grundlegenden Gesetzes stellte Mose einen Zusammenhang zwischen der Einhaltung des Sabbats und der Befreiung aus Ägypten her. So, wie der Sabbat Ausruhen und Befreiung von der Alltagsarbeit bedeutet, meint der Exodus Entkommen und Befreiung von der Unterdrückung durch eine nicht gottgefällige Gesellschaft. Im Buch Exodus (2. Mose) wird die Einhaltung des Sabbats damit begründet, dass Gott nach sechs Tagen Schöpfungswerk am siebten Tag ruhte und damit einen wöchentlichen Ruhetag für die Menschheit schuf. Wie der Mensch mit dem Sabbat umgehen soll, wird in den beiden Büchern jeweils mit einem anderen hebräischen Wort ausgedrückt. In Exodus heißt es, man solle des Sabbats „gedenken“, als Erinnerung an Gottes Schöpfungswerk und die darauf folgende Ruhe; im Deuteronomium heißt es, dass der Sabbat zu „halten“ ist, in Erinnerung daran, dass Gott Israel aus der Sklaverei befreit hat. 

Die Israeliten sollten ihre Kinder im Gesetz Gottes unterweisen, damit ihre Nachkommen nie den Gott vergaßen, der sie aus Ägypten befreit hatte und seine Verheißungen erfüllen würde, sie zahlreich werden zu lassen und sie in das Land zu bringen, das er ihren Vorfahren versprochen hatte (5. Mose 6, 3-7). Den Preis des Ungehorsams mussten sie in der Wüste erfahren, wo sie gegen Gott und die von ihm erwählten Anführer aufbegehrten (6, 16). Ihre Kinder sollten gesegnet sein, falls sie Gott nicht erneut herausforderten; und wenn sie nach dem Grund und Sinn der Gesetze für Israel fragten, sollten ihre Eltern antworten: „Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der HERR führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand; und der HERR tat große und furchtbare Zeichen und Wunder an Ägypten und am Pharao und an seinem ganzen Hause vor unsern Augen“ (6, 21-22). Auch hier war das grundlegende Ereignis die Befreiung Israels aus Ägypten und die Ankunft im Land der Verheißung, verbunden mit der Verpflichtung, diese Wahrheit von Generation zu Generation weiterzugeben und sich nie zu anderen Göttern zu bekennen. 

Mose steht als Pastor vor dem Volk, hält auf Jahwes Geheiß seine letzten Predigten und beschwört die Israeliten, ihrem Gott treu zu bleiben, nachdem sie den Jordan überquert und sich in dem Land niedergelassen haben, das ihren Vorfahren verheißen wurde.“

Daniel I. Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy

Das Potenzial für solche Treulosigkeit war sehr real, denn der Einzug in das Land brachte die Israeliten in Kontakt mit anderen Völkern, die dort lebten. Die Israeliten sollten keine Mischehen mit ihnen eingehen, ihre Götter nicht anbeten und keine Bündnisse mit ihnen schließen. 

Eine wichtige Erkenntnis für das Volk Israel war, dass Gott es nicht wegen seiner Zahl erwählt hatte; tatsächlich war es ein kleines Volk. Die einzigen Gründe dafür, dass Gott Israel erwählt hatte, waren seine Liebe und die getreue Erfüllung seiner Verheißungen (5. Mose 7, 6-8). Wenn Israel als Gottes auserwähltes Volk gehorsam war, würde es von Krankheiten verschont bleiben und Ernten und Herden in Fülle haben (7, 12-15). 

Dass sie das Land, das Gott einst Abraham, Isaak und Jakob verheißen hatte, den einheimischen Völkern wegnahmen, sollte sie nicht schrecken. Doch Mose erinnerte sie: „Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht auf einmal vertilgen, damit sich nicht die wilden Tiere wider dich vermehren“ (7, 22). Die einheimischen Völker sollten für ihre Schlechtigkeit vertrieben werden, nicht weil Gott Israel für sonderlich rechtschaffen hielt; tatsächlich war es in Gottes Augen „ein halsstarriges Volk“ (5. Mose 9, 4-6). 

SEGNUNGEN UND VERGESSEN 

Nach 40 Jahren in der Wüste war das Land ein großer Segen: „Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen, ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt“ (5. Mose 8, 7-8).

Die großartige Befreiung und den Wohlstand, den sie dann genossen, sollten sie nie vergessen. Wurden sie aber undankbar und ließen außer Acht, woher diese Segnungen kamen, dann sollten sie die Konsequenzen tragen: „Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und andern Göttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich euch heute, dass ihr umkommen werdet“ (8, 19).

Ebenso warnte Gott sie vor Gedächtnislücken, die bis zum Vergessen ihrer Rebellionen in der Wüste gehen könnten. Ein immer wiederkehrender Aspekt in der Geschichte des Volkes Israel war und blieb sein rebellisches Wesen: „Denke daran und vergiss nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erzürntest in der Wüste. Von dem Tage an, als du aus Ägyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN“ (5. Mose 9, 7; s. auch Vers 24). 

Mose erinnerte das Volk an die äußerst schwierige Lage, die er vorgefunden hatte, nachdem er zum ersten Mal die Zehn Gebote empfangen hatte: Als er vom Berg Sinai herabkam, waren die Kinder Israel abtrünnig geworden und beteten ein Götzenbild aus Metall an, ein goldenes Kalb (9, 15-21). Er erinnerte sie daran, wie sie vier weitere Male rebelliert hatten (9, 22-23). Mose hatte Gott angefleht, ihnen zu vergeben, und nur dank Gottes Gnade waren sie noch am Leben. Er fragte: „Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass du die Gebote des HERRN hältst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir’s wohlgehe?“ (5. Mose 10, 12-13). 

Deine Väter zogen hinab nach Ägypten mit siebzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel.“

Deuteronomium 10, 22

Nun, in Sichtweite des Gelobten Landes, waren sie zu dem geworden, was Gott Abraham verheißen hatte – zu einem ganzen Volk. „Deine Väter zogen hinab nach Ägypten mit siebzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel“ (10, 22). 

Sie sollten den Jordan überqueren und ein Land in Besitz nehmen, das anders war als Ägypten mit seinen alljährlichen Überschwemmungen im Nildelta. Das Land, das sie erben sollten, „hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tränkt, – ein Land, auf das der HERR, dein Gott, Acht hat und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen vom Anfang des Jahres bis an sein Ende“ (5. Mose 11, 11-12). Dieses Land sollte ihr Segen sein, wenn sie gehorsam waren, und ihr Fluch, wenn sie ungehorsam waren. Wenn sie den wahren Gott anbeteten, würde es reichlich Regen und reiche Ernten geben. Beteten sie aber Götzen an, so würde der Regen ausbleiben, und die Folge wären Missernten (11, 13-17).

DIE EINZELHEITEN 

In Sichtweite des Gelobten Landes erläuterte Mose Einzelheiten des Gesetzes für Israel mit wichtigen Aspekten des Lebens in einer Gesellschaft, die theokratisch sein sollte. Sie sollte einen zentralen Ort haben, wo jährliche Feste begangen wurden. Dies würde das Volk von Resten der Götzenanbetung absondern, die es in diesem Land mit seinen vielen heidnischen Kultzentren gab (Kapitel 12). Die Gefährdung durch falsche Propheten und Menschen (inklusive naher Verwandter), welche die Israeliten dazu verführten, falschen Göttern nachzulaufen, wird in Kapitel 13 behandelt. Dem verderblichen Einfluss falscher Götter und ihrer Kulte sollte kein Raum gegeben werden. Das Volk schickte sich an, ein neues Land mit all seiner Fremdartigkeit, seinen Versuchungen und Möglichkeiten einzunehmen. Immer wieder betonte Mose, wie wichtig es sei, durch die Identifikation mit dem einen, wahren Gott eine klare Identität zu entwickeln und zu bewahren. 

Im Deuteronomium finden wir das Herzstück der Schrift, die laut Paulus eine nützliche Quelle zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung des Gottesvolkes in der Gerechtigkeit ist, damit es vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt (2. Tim. 3, 16-17).“

Daniel I. Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy

Diese besondere Identität sollte auch erkennbar sei. Dazu gehörten die angemessene Form des Trauerns, die Unterscheidung von reinen und unreinen Speisen (s. „Was sollen wir essen?“), die Abgabe eines Zehntels vom Jahresgewinn oder Jahreslohn für die jährlichen Feste sowie die genau geregelte Unterstützung der Priesterklasse, der Witwen, Waisen und Fremden (Kapitel 14). Weitere Merkmale waren der Schuldenerlass in jedem siebten Jahr, die Fürsorge für Arme, Bedürftige und Schuldknechte sowie die Opferung erstgeborener Tiere (Kapitel 15). Der Identitätsstiftung sollte zudem die Feier von drei besonderen jährlichen Festen dienen: Am Passafest sollte Israel der wunderbaren Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten gedenken; darauf folgten im späten Frühling das Wochenfest und im Herbst das siebentägige Laubhüttenfest (5. Mose 16, 1-17), beides Erntedankfeste. 

Ein weiteres Erkennungszeichen einer theokratisch strukturierten Gesellschaft sollte die Einsetzung von Richtern sein, die gerecht und fair urteilten, ohne den Makel der Bestechlichkeit (16, 18-20). In schwierigen Fällen sollten Urteile von Priestern oder Richtern an einem zentralen Standort gesprochen werden. Auch künftige Könige Israels mussten getreu den strengen Maßstäben von Gottes Gesetz gerecht und unparteiisch herrschen (Kapitel 17). 

Die Priester sollten besondere Privilegien haben, da sie kein Land zugeteilt bekamen. Ihr Wirken für ganz Israel sollte in Form von Geld und Nahrungsmitteln honoriert werden, auch mit Teilen der Tiere, die zu Ehren Gottes geopfert wurden. Heidnische Priester, Hellseher, Medien, Zauberer, Wahrsager und Menschen, die Kinder opferten, waren dagegen strikt zu meiden (Kapitel 18). 

Im Zentrum dieses Abschnitts über wahre und falsche Religionsführer steht die Prophezeiung, es werde ein einzigartiger Prophet kommen – wie Mose, allerdings noch größer als er. Später verstand man diese Prophezeiung als Hinweis auf das erste Kommen Christi (18, 15-19). 

In der nächsten Ausgabe wird das Gesetz näher erläutert und die Auslegung der Thora innerhalb der Serie Das Gesetz, die Propheten und die Schriften abgeschlossen.